Für Vorstände und Entscheider

Der Nachweis, der vor Prüfern standhält.

Seit dem 2. August 2026 gilt Art. 50 EU AI Act. Für Vorstände stellt sich damit die Frage, welchen technischen Beleg das Unternehmen für seine öffentlich erreichbare Infrastruktur vorlegen kann. CERTavia prüft eine Domain gegen 80+ Parameter in sechs Clustern (A–F) und liefert einen signierten, im DNS verankerten Befund. Ein Scan dauert im Median rund 10 Sekunden.

Was Aufsichtsbehörden sehen wollen

Was das konkret bedeutet

Art. 50 regelt Transparenz gegenüber Personen. Chatbot-Hinweis (Abs. 1) und maschinenlesbare Kennzeichnung synthetischer Inhalte (Abs. 2) treffen Anbieter; die Information bei Emotionserkennung und biometrischer Kategorisierung (Abs. 3) sowie die Offenlegung von Deepfakes und KI-Text zu Themen öffentlichen Interesses (Abs. 4) treffen Betreiber. Die verbindliche Zuordnung je Absatz steht im Glossar. CERTavia prüft davon, was von außen sichtbar ist: KI-Deklarationen wie ai-disclosure.json, AI Policy, robots-Direktiven für KI-Crawler und eine benannte KI-Kontaktstelle (Cluster F). Art. 50 Abs. 3 ist nicht Gegenstand des Scans.

CERTavia dokumentiert den Befund in einem PDF-Report. Das Ergebnis ist binär (SOVP-CERTIFIED bei CES ≥ 75 und Cluster F ≥ 40, sonst SOVP-FAILED), beruht auf festen, dokumentierten Prüfregeln und trägt eine Ed25519-Signatur. Vorstände erhalten ein Dokument, das sie einem externen Prüfer direkt übergeben können.

Was Entscheider erhalten

Vier Deliverables, ein Validierungsverfahren

PDF Audit Report mit cluster-basierter Art.-50-Bewertung

Ein strukturiertes Dokument mit cluster-basierter Infrastruktur-Bewertung mit Bezug auf infrastrukturrelevante Aspekte von Art. 50 EU AI Act. Bereit für die interne Compliance-Dokumentation und externe Auditoren.

Unabhängig verifizierbar

Jeder Report trägt eine kryptografische Signatur, die den Prüfzeitpunkt und das Ergebnis unveränderlich dokumentiert. Die Signatur ist unabhängig verifizierbar.

Sovereign Vault Link

Der Befund liegt im Sovereign Vault als jederzeit abrufbarer, öffentlich verifizierbarer Nachweis. Der Link ist an Prüfer, Investoren und den Aufsichtsrat weiterleitbar.

Prüfbar ohne Systemzugang

Im Pro-Paket und höher liefert CERTavia eine maschinenlesbare Verifikations-URL. Externe Systeme und Auditoren können den Status automatisiert abfragen.

Ergebnis-Dokument

So sieht der Audit Report aus

Der PDF Audit Report enthält eine Executive Summary, das Strategic Assessment mit Cluster-Bewertung, die Art.-50-Relevanzbewertung sowie den Sovereign Vault Link als verifizierbaren Anker. Das Dokument ist für Entscheider ohne technischen Hintergrund lesbar und für Prüfer mit technischem Hintergrund vollständig nachvollziehbar.

SOVP Audit Report CERTIFIED
  • Executive Summary (1 Seite, übergabefähig an Prüfer und Aufsichtsrat)
  • Strategic Assessment: 4 Bewertungsbereiche mit Art.-50-Bezug
  • Art.-50-Relevanzbewertung pro Cluster (Kritisch / Relevant / Informativ)
  • Priorisierte Handlungsfelder bei FAILED oder Teilbefunden
  • Kryptografische Signatur + Zeitstempel (Ed25519, manipulationssicher)
  • Sovereign Vault Link — permanent abrufbar via Token (Pro) / 90 Tage verfügbar (Basic)
  • Maschinenlesbare Verifikations-URL für Auditoren (ab Pro)
  • JSON + CSV Protokoll-Output für GRC-Systeme
  • Legal Disclaimer
Bußgelder und Verantwortung

Was auf dem Spiel steht

Art. 99 EU AI Act setzt den Bußgeldrahmen für Verstöße gegen die Anforderungen an Hochrisiko-KI-Systeme und die Transparenzpflichten aus Art. 50 auf bis zu 15 Millionen Euro oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99 Abs. 4) — je nachdem, welcher Betrag höher ist. Der höhere Rahmen von 35 Millionen Euro oder 7 % gilt ausschließlich für die verbotenen Praktiken nach Art. 5 (Art. 99 Abs. 3). Für Finanzdienstleister kumuliert das DORA-Bußgeldregime.

Der AI Act richtet diese Bußgelder an Anbieter und Betreiber, also an das Unternehmen. Die Verantwortung der Geschäftsleitung regeln andere Rechtsakte: NIS2 (Art. 20) verpflichtet die Leitungsorgane, Risikomanagementmaßnahmen zu billigen und ihre Umsetzung zu überwachen; DORA (Art. 5) weist dem Leitungsorgan die letzte Verantwortung für das IKT-Risikomanagement zu. Welche persönliche Haftung daraus folgt, bestimmt das nationale Recht — dazu leistet CERTavia keine Rechtsberatung.

Bußgeldrahmen EU AI Act
bis zu 15 Mio. €
oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes für Hochrisiko- und Art. 50-Verstöße (Art. 99 Abs. 4); bis 35 Mio. € oder 7 % bei verbotenen Praktiken nach Art. 5 (Art. 99 Abs. 3)
Falsche Angaben gegenüber Behörden
bis zu 7,5 Mio. €
oder 1 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99 Abs. 5)
Verantwortung der Leitungsorgane
NIS2 Art. 20 · DORA Art. 5
Billigung und Überwachung des Risikomanagements durch die Geschäftsleitung; Haftungsfolgen nach nationalem Recht

Ein datierter, signierter Scan-Report belegt, dass und mit welchem Ergebnis die öffentlich sichtbare Infrastruktur zu einem bestimmten Zeitpunkt geprüft wurde. Er ersetzt keine Konformitätsbewertung, dokumentiert aber diesen Prüfschritt.

Fristen

Was seit August 2026 gilt und was noch kommt

Art. 50 gilt seit dem 2. August 2026. Die Verordnung (EU) 2026/1744 („Digital Omnibus on AI“, in Kraft seit 27. Juli 2026) hat die Hochrisiko-Pflichten verschoben: Annex III auf den 2. Dezember 2027, Annex I auf den 2. August 2028. Am 2. Dezember 2026 endet die Übergangsfrist für Art. 50 Abs. 2 bei generativen Systemen, die vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht wurden.

Für den Vorstand heißt das: Art. 50 ist heute prüfbar, die Hochrisiko-Dokumentation hat feste Stichtage. Ein erster Scan zeigt, welche Cluster bereits tragen; Re-Scans dokumentieren die Entwicklung bis zu diesen Terminen.

Für wen dieser Nachweis relevant ist

Entscheider in regulierten Branchen

Vier Bereiche, in denen KI-Einsatz und Infrastruktur-Dokumentation eng zusammenhängen — mit Benchmark-Werten, soweit sie belastbar sind.

Finanzdienstleister

DORA und EU AI Act überschneiden sich bei der Integrität der IKT-Infrastruktur. In der Liste BaFin50 (Messung 11.06.2026) liegt der Ø-CES bei 30,1; der beste Einzelwert (ubs.com, 47,8) liegt 27,2 Punkte unter der CERTIFIED-Schwelle. Bei 90 % der Domains steht Cluster F (AI Governance) auf 0.

Healthcare

Diagnostik-KI, die als Medizinprodukt reguliert ist, wird über Annex I hochriskant (Pflichten ab 2. August 2028); Notfall-Triage nennt Annex III Nr. 5 (ab 2. Dezember 2027). Den höchsten gemessenen Einzelwert aller Benchmark-Listen erreichte gsk.com mit CES 55,1 (Juni-Messung).

HR und Recruiting

Systeme zur Bewerberauswahl und Leistungsbewertung stehen in Annex III Nr. 4; die Pflichten gelten ab 2. Dezember 2027. Für HR-Software gibt es keine eigene Benchmarkliste — maßgeblich ist der Scan der eigenen Domain.

Öffentlicher Sektor

Für Behörden mit KI-gestützten Prozessen ist ein datierter Infrastruktur-Befund ein Beleg gegenüber Aufsicht und Rechnungshof. Die Werte der Liste BEHOERDEN50 (59 Messungen an 48 Domains) stammen teils aus der Juni-Messung, die von einem Messfehler betroffen war; sie sind eher zu niedrig (Korrekturhinweis).

Das Gespräch mit dem Aufsichtsrat

Ein Dokument, das Fragen beantwortet

Aufsichtsräte und Investoren stellen in KI-bezogenen Due-Diligence-Prozessen eine wiederkehrende Frage: Welchen technischen Nachweis haben Sie für die Integrität Ihrer KI-Infrastruktur?

Zur Einordnung: Von 567 Messungen in zehn Branchenlisten erreichte keine CERTIFIED; der höchste gemessene Wert liegt bei 55,1 (Juni-Messungen, Korrekturhinweis). Unabhängig von dem dort beschriebenen Messfehler gilt: Cluster F (AI Governance) liegt in allen zehn Branchenlisten im Median bei 0; zwischen 52 % (ECOM100-DE) und 90 % (BaFin50) der Domains zeigen kein einziges AI-Governance-Signal. Ohne Cluster F ≥ 40 ist CERTIFIED ausgeschlossen. Dass die Schwelle erreichbar ist, zeigen die Domains des Betreibers: litzki-systems.com mit CES 97,9 (08.09.2026) und certavia.org mit CES 96,5 (09.09.2026, Referenzen).

Der PDF-Report beginnt mit einer einseitigen Executive Summary, gefolgt vom Strategic Assessment in vier Bewertungsbereichen und dem Sovereign-Vault-Link als verifizierbarem Anker.

Nächster Schritt

Erster Befund zur eigenen Domain

Domain eingeben, Scan läuft automatisch, Befund sofort verfügbar. Kein Formular, keine Registrierung. Für Enterprise-Anfragen steht das Kontaktformular zur Verfügung.

Einstieg ab EUR 490

Preise für Entscheider

Basic ab EUR 490

PDF Audit Report, kryptografische Signatur, Sovereign Vault 90 Tage verfügbar (danach lokale Archivierung erforderlich). Geeignet für die erste auditfähige Dokumentation.

Pro ab EUR 1.490

Sovereign Vault ohne automatisches Ablaufdatum, maschinenlesbare Verifikations-URL, API-Output. Geeignet als technischer Baustein für das Conformity Assessment Dossier.

Annual Subscription ab EUR 9.900 / Jahr

Quartalsweise Re-Scans, Jahresbericht, Änderungsbenachrichtigung. Bis 25 Domains. Geeignet für Unternehmen mit laufenden Compliance-Anforderungen.

Bei Annual Subscription wird automatisch Zugang zum Kundenportal freigeschaltet (Login per E-Mail-Link, kein Konto nötig); bei Basic und Pro ist Kundenportal-Zugang auf Anfrage möglich.